Projektinformationen zur Digitalisierung der mittelalterlichen Handschriften der SuUB Bremen

Handschriften

Im Jahr 2016 wurden sechs ausgewählte mittelalterliche Handschriften der SuUB Bremen im Handschriften-Kompetenzzentrum der Herzog-August-Bibliothek in Wolfenbüttel digitalisiert und anschließend in Bremen elektronisch erschlossen und auf dem Portal Digitale Sammlungen der SuUB Bremen online bereitgestellt. Weitere Handschriften wurden auf Nutzerwunsch digitalisiert und sind nun online frei zugänglich.

Die SuUB Bremen ist im Besitz von 124 mittelalterlichen Handschriften, die zwischen dem 9. und dem frühen 16. Jahrhundert entstanden sind. Diese bilden hinsichtlich Provenienz, Inhalt, Textgestalt oder Sprache keine geschlossene Sammlung, vielmehr handelt es sich um einen heterogenen Bestand. Die Bremer Codizes weisen vergleichsweise oft Illuminationen auf. In ihrer Komplexität sind sie ein eindrucksvolles Beispiel für eine historisch gewachsene Sammlung mittelalterlicher Handschriften.

Im Bestand befinden sich einige herausragende Einzelstücke. Hervorzuheben sind das Evangelistar Heinrichs III. aus dem Echternacher Kloster (verfasst um 1043; msb 0021) und die Sächsische Weltchronik (msa 0033), vermutlich aus dem Jahr 1280. Die Handschriften stammen meist aus dem Besitz früherer Bremer Bibliotheken, wenn auch die wenigsten in Bremen verfasst wurden: 28 Bände stammen aus der Sammlung Goldast, 39 Bände aus der Bremer Dombibliothek bzw. dem Athenaeum. Zudem gibt es einige Einzelstücke und vereinzelt Bände aus den bremischen Stadtkirchen und -klöstern.

Kontakt

Zentrale

Dr. Maria Hermes-Wladarsch
Tel: (0421) 218 59418
hermes@suub.uni-bremen.de