Digitalen Sammlung Deutscher Kolonialismus

Projektinformationen zur „Digitalen Sammlung Deutscher Kolonialismus“ der SuUB Bremen

Zur digitalen Präsentation... Im Rahmen eines von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Projekts werden in der SuUB Bremen und der UB Frankfurt von April 2017 bis März 2019 Titel zum Kolonialismus des deutschen Kaiserreichs digital aufbereitet und anschließend online bereitgestellt. Projektpartner sind die Staats- und Universitätsbibliothek Bremen, die Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg in Frankfurt/Main und das CLARIN-Servicezentrum der Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften. Unterstützt wird das Vorhaben durch die Creative Unit ‚Koloniallinguistik – Language in Colonial Contexts der Universität Bremen und die Teilgruppe unter Leitung von Prof. Dr. Ingo H. Warnke. Ein wissenschaftlicher Beirat begleitet das Projekt.

Ziele des Vorhabens sind die Digitalisierung, elektronische Erschließung und Online-Präsentation der Quellen zur deutschen Kolonialgeschichte in einer virtuellen Digitalen Sammlung Deutscher Kolonialismus, die sich aus Beständen der SuUB Bremen und der UB Frankfurt zusammensetzt; sowie die anschließende Integration der Volltexte in die Forschungsinfrastruktur CLARIN-D.

Deutschlands Kolonialismus rückt in jüngerer Zeit zunehmend in den Fokus wissenschaftlichen Interesses. Die Digitale Sammlung Deutscher Kolonialismus ermöglicht die systematische, interdisziplinäre Erforschung historischer, kultureller und kommunikations- und wissenschaftsgeschichtlicher Implikationen des deutschen Kolonialismus unter Berücksichtigung postkolonialer Weiterungen. Integriert werden über 1.000 Titel zu unterschiedlichen Fachgebieten mit insg. ca. 245.000 Seiten. Die Titel wurden zwischen 1884 und 1919 publiziert und entstammen somit der historischen Kernzeit des deutschen Kolonialismus. Die (an zeitgenössischen Bibliothekskatalogen orientierte) Titelauswahl spiegelt historische bibliothekarische Relevanzentscheidungen wider. Mit dieser auf Exemplarizität beruhenden Auswahl wird kritischen Überlegungen der Postcolonial Studies entsprochen und eine Beurteilung kolonialhistorischer Repräsentativität von Texten aus heutiger Sicht vermieden.

Fact Sheed DSDK (PDF-Dokument)

Kontakt

Zentrale

Dr. Maria Hermes-Wladarsch
Tel: (0421) 218 59418
hermes@suub.uni-bremen.de
Mitwirkende "DSDK"

Wir bedanken uns bei unseren studentischen Mitarbeitern:
Johannes Krehl, Jan-Niklas Lehnert, Felix Wallrath, Leonie Zumbach